Der jüngste Spross der Waldecker, Sohn von Karolina von Waldeck, Falknerin zu Waltenburg.

 

 


 Geboren im Jahre des Herrn MCMXCIC im Monat Martius in früher Morgenstund bei Wernsmiel am Ufer der Leyzach als zweiter Sohn der Muellersleut.

Als ich den Kindesjahren entwachsen ward suchten die Herren von Waldeck in Folge der Verluste in den Feldzügen junge Recken aus dem Volke der Grafschaft zur Ausbildung zum Knappen. So kam ich auf die Burg von Holnsteyn zu Otto von Waldeck. Mein größter Wunsch wäre es dem Herrn einmal ohne Fehl in seine Rüstung zu helfen. Ansonsten erschüttert mich kein misslich Wetter oder Regen. Meine einzige Sorge ist, dass die Vorräte nicht reichen könnten. Essen ist nämlich meine Lieblingsbeschäftigung.

 Auf der Burg lernte ich die Waldecker Laurenz von Waldeck zu Waltenburg, Leonhard zur Pastburg, Quirinus zu Waltenburg, Helena von der Pastburg, Leonida von Waltenburg, Michael zu Waltenburg, Stefanus zu Holnsteyn den Spielmann und die Brüder Alexander von Waldeck zu Hohenwaldeck und Florian von Waldeck zu Hohenwaldeck kennen. Bald wurde ich von ihnen gefordert und schloss mich der Gruppe der Waldecker an, mit der wir jetzt die Grafschaft und das umliegende Herzogtum unsicher machen.

 

 

 

 

 

Geboren ward ich im Jahre MCCXCVIII als Sohn von Leonhard von Schrodeck, Verwalter des Herrn Otto von der  Pastburg und Holnsteyn und seiner Frau Andrea.

Meine Mutter war Zofe am Hofe Otto’s und wir lebten auf der Pastburg.

Schon in jungen Jahren freundete ich mich mit Laurenz, dem Sohn unseres Herrn an und wir trugen so manches Übungsgefecht aus. Als Laurenz in die Ausbildung zu seinem Onkel auf die Waltenburg bei Muespach geschickt wurde, nahm er mich mit und erreichte bei Wernward von Waldeck, dass ich gleichsam als Knappe dienen durfte. Nach langen Jahren der Ausbildung am Hof zog ich schließlich mit Laurenz von Waldeck zu Waltenburg und den Truppen Wernwards für Kaiser Ludwig dem Bayern in den Italienfeldzug.

Es folgten viele Monate des Kampfes und bei der Eroberung Mailands geriet ich in Gefangenschaft. In einem waghalsigen Unternehmen befreiten mich Laurenz und Quirinus zu Waltenburg aus der entbehrungsreichen langobardischen Gefangenschaft.

Nach der Auseinandersetzung Ludwigs mit dem Papst  kehrten wir schließlich gemeinsam zurück in die Herrschaft Waldeck.

Nach einiger Zeit mit allerlei Kurzweil gründeten wir die Buhurtkumpanei der Waldecker. Bald sollten uns noch  zahlreiche Gesellen aus der Gemarkung Waldeck folgen.

In Zusammenarbeit mit einem Waffenschmied fertige ich meine Zweihandäxte durchwegs selbst.

 

 

Ich bin geboren im Jahre MCMXCVI als Sohn von Otto von Waldeck, Herr von Pastburg und Holnsteyn (Höhlenstein), wo ich als Page den edlen Damen und Herren als Mundschenk aufwartete.

Mit zwölf Jahren endlich wurde ich zu Wernward geschickt, der nicht nur mein Onkel, sondern auch der Herr von Waltenburg (Wallenburg) war, um meine Ausbildung zum Ritter zu beginnen. Dazu zählte nicht nur die Ausbildung im Umgang mit Schwert, Bogen und anderen Waffen, sondern auch die in Sitte und Höflichkeit.

Durch mein Können im Umgang mit Waffen, wurde bald  Kaiser Ludwig, der Bayer genannt, auf mich aufmerksam und forderte mich auf, ihn bei seinem Italienfeldzug zu begleiten. Der Arbeit und den Mühen auf der Burg müde geworden, nahm ich dankend an und begleitete ihn nun als Knappe in meine erste Schlacht!

Als ich von dem Feldzug zurückkehrte war ich durch die Gräueltaten, die ich mit ansehen musste, abgehärtet und meine Turnier- und Kampferfahrung war so gestiegen, dass ich den anderen Knappen weit voraus war und meine Zeit in Feldlagern und am Hofe mit Jonglage und allerley Feuerspiel vertrieb.

Mit Leonhard zur Pastburg, mit dem ich mich auf dem Kreuzzug angefreundet hatte und Quirinus zu Waltenburg gründete ich schließlich die Gruppe der Waldecker, der sich noch viele, unter ihnen sogar ein Mönch, der uns nun mit Speys und Trank versorgt, anschlossen. Nun ziehen wir in Treue zum Wappen derer von Waldeck und zum Bischof Konrad, dem Sendlinger vom Hochstift Freising umher und  zeigen allerley Kunststücke und Kämpfe.

 

 

 

Als Gatte der Johanna von Muespach und Besitzer einer Tischlerei ist so manches Möbel der Lagerausstattung aus meiner Werkstatt entstanden.

Dank meiner Verdienste am Hofe wurde ich von den Herren von Waldeck in den Adelsstand erhoben und als Verwalter mit der Burg zu Muespach betraut.

Auch bei der Beizjagd werden meine Dienste gern in Anspruch genommen.